Mittwoch, 11. November 2009

Zebra

Kreiden auf Tonpapier, 40x30cm, 2006, Privatsammlung.

Dieses Zebra hat eine Hauptschul-Klasse zum Abschiedsgeschenk für ihre Lieblingslehrerin bestellt, die Kunstsammlerin ist, und aus einer angesehenen Künstlerfamilie stammt. Heute am 11.11.,11Uhr11 hat der Fasching begonnen! Und das Zebra ist ein schönes Symboltier für die Narrenzeit, da es sich, obwohl der Familie der Pferde angehörend, NICHT zähmen lässt... Also werde ich heuer vielleicht als Zebra durchgehen;-)

Dienstag, 10. November 2009

Schicksals-Turbine

Öl a.Lw.-Malplatte, 15x15cm, 7.-9.11.09, Preis auf Anfrage.
Darauf, dass die liebe Dichterin Rachel doch neugierig auf mein vorenthaltenes Mandala war, habe ich es nochmals etwas überholt, und es ist nun gar nicht mehr so 'daneben'. Es ist inspiriert durch ein spiralförmiges Sonnensymbol auf einem Stein in Gotland (Schweden) aus dem 5.Jhdt.; Eher lineare Motive wie dieses waren in Nordeuropa in der Bronze- und Eisenzeit sehr gebräuchlich. Dieses Mandala hat eine eigenartige doppeldeutige Wirkung durch die drei konkaven und drei konvexen 'Sicheln'. Bemerkte erst nach der dritten konvexen Sichel, dass die Wirkung wahrscheinlich abwechselnd konkav/konvex stärker gewesen wäre, oder alle konkav. Wie dem auch sei; es ist ein Symbol des Lebens und Sterbens, des 'Stirb und Werde!', des Wandels, der Bewegung, des Mondes wie der Sonne... Im Zentrum das Schlangenei, die Hagalrune, das Sechseck... Das Malen genauer Linien und Kontraste erfordert ruhige Hand, und ich halte so oft den Atem an (wie unter Wasser), und sauge mich dann wieder an mit Luft (wie eine Turbine;-), dass es schon zur yogischen Atemübung ausartet. Das ist 'Programm'-Malerei, der Gegensatz zur 'Spontan'-Malerei, wie der eilige Kobold vorhin...

Sonntag, 8. November 2009

Kobold

Ölskizze a.Lw.-MDF-Platte, 18x13cm, Sommer 09, Privatsammlung.
Hab ein Mandala gemalt, und bin mal unzufrieden damit. (Passiert mir selten, gehört aber zum 'Lehrgeld'.) Dafür laß ich nun mein 'Grünes Männchen' durch den Blog spazieren; denn: könnte er nicht aus Kalo's wunderbarem Zauberwald stammen? Er scheint ein philosophisches Problem zu verdauen - ein Mandala, das hieß: Schicksals-Turbine ...

Freitag, 6. November 2009

Lindauer Hafen

Schwarze Kreide auf Ingres-Papier, 40x30cm, 1997, Preis auf Anfrage.
In Petras Blog findet sich ein herrliches neueres Farb-Foto des Lindauer Hafens; und mir kam eine alte Zeichnung in den Sinn, die ich nach meiner Teilnahme an der TOP-ART-Kunstmesse in Lindau im Frühling 97 zeichnete: "Das Ei des Kolumbus in Lindau". Während dieser dreitägigen Messe waren es vor allem die Begegnungen mit anderen Künstlern, dem Publikum und die kunstmarkt-technischen Schlussfolgerungen, die Sinn machten. Da gab es viele 'leere' Stunden meditativen Nachdenkens, und die schönste Einsicht, die mir auf dieser Messe kam: "Künstler werden wie Kometen bewundert und gefürchtet zugleich!"

Mittwoch, 4. November 2009

Eifersucht

Öl a. Lw.-MDF-Platte, 10x15cm, 3.Nov.09, Preis auf Anfrage. "Eifersucht ist eine Macht, die mit Eifer sucht, was Leiden (er)schafft!" Im Grunde ist die Eifersucht bloßer Neid auf die Liebe, die nicht der eigenen Person gilt - und somit absolut egozentrisch... Tipp: John Lennons Jealous Guy - http://www.youtube.com/watch?v=6lLs2dC9NaE&feature=related

Samstag, 31. Oktober 2009

Ecce-Homo

Öl a.Lw./Kr., 40x30cm, 1976, Privatsammlung.
Zum heutigen Geisterfest eines meiner frühesten Gemälde. Dieser lateinische Spruch Ecce-homo, "Seht welch ein Mensch!", war der Ausspruch des Pilatus, als er Jesus dem Volk vorführte (Joh. 19,5); und dieses Motiv ist seit dem 15.Jhdt. Thema der Malerei. In meinen Sturm- und Drang-Zeiten war dieses Gemälde ein gespachtelter Spontan-Ausbruch. Später änderte ich den Titel in Zeus um; und es könnte heute auch ein Selbstporträt als Thor darstellen. Der 'Blitze-Schleuderer' ist in vielen alten Kulturen ein archaischer Fruchtbarkeits- und Erleuchtungs-Heros, der die Zerstörung alles Vergänglichen beinhaltet. Zum heutigen Samhain also dieses schaurige Selbst-Porträt mit weiteren Hintergund-Geistern ...

Dienstag, 27. Oktober 2009

Englisches Stilleben

Öl auf Daler-Canvasboard, 40x50cm, 1985, Preis auf Anfrage.
Bei einem herbstlichen Reisebesuch von Freunden in ihrem romantischen Cottage in Sussex, eine Stunde Bahnfahrt südlich von London, entstand dieses Still-Leben vor dem Kamin. Auf der Heimreise über A'dam versuchte ich dort, es zu Geld zu machen, und ein Kunsthändler meinte: "No meat, no fish, if you know what I mean!" Und ich antwortete mit einem Blick auf seine perfekten Kitsch-Landschaften: "Sorry, I'm Vegetarian!" (Ich habe damals fünf Jahre lang nichts gegessen, was ein Gesicht hat.) Für alle Fälle hab ich es noch vor dem Laden an der Gracht fotografiert, aber es wollte mit mir nach Hause und fühlt sich offenbar immer noch wohl in meinem Depot ...