Samstag, 21. November 2009

Scheidung


Öl a.Lw./Kr., 18x24cm, 19.-21.11.09, Preis auf Anfrage.
"Scheiden tut weh...!" Der Begriff scheiden kommt von "schneiden, spalten, trennen", und bedeutet im Sinne von  "weggehen" Ehescheidung. Eine schwerwiegende Ent-scheidung, die stets relativ, aber stark prägend in das Leben der Betroffenen eingreift. Wenn die Leidtragenden unmündige Kinder sind, ist es nicht die beste Lösung für ein Auseinanderleben oder zur Entspannung von Macht-Kämpfen aus irgendwelchen realen oder irrealen Gründen. Man weiß nie, ob man nicht mit einem nächsten Partner wieder zum gleichen psychologischen Knotenpunkt kommt, oder ob die Scheidung eine positive Entscheidung gewesen sein wird... Keine Sorge, ich bin mehr oder weniger gerne verheiratet, aber Gedanken der Scheidung gehören zur Liebe wie Freundschaft und Erotik...
Paprika war ursprünglich eine Zierpflanze, die aus Südamerika nach Europa importiert wurde und sich vor allem vom Balkan aus verbreitete. Paprika gilt als gesund, da seine Antioxidantien das Risiko von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern soll. Und das Stillleben verweist uns ohnedies stets auf die Vergänglichkeit, was der Lebendigkeit Vorschub leisten sollte; und in diesem Gemälde ist auch das Opfer durch das Wiegemesser aus der Küche angedeutet, das dem wundervollen Leben förderlich ist... "Bis dass der Tod Euch scheidet!" ist also eine freiwillige Liebesentscheidung, die nicht unbedingt des Trauscheins bedarf (der Schein trügt oft); die Liebe kann zwar mitunter 'Ablaufdaten' überschreiten, und benötigt dann Reanimation oder Wiederbelebung; aber eine Garantie für ewige Liebe ohne Miteinander ist meistens absurd!

Freitag, 20. November 2009

Die letzte Rose


Öl a.Lw./Kr., 40x30cm, Nov 1981, Privatsammlung.
Diese blutrote Rose war unsere 'Letzte des Jahres'; und Angelus Silesius begeisterte mich damals besonders mit seinem Cherubinischen Wandersmann, und dem Reim daraus: "Die Ros' ist ohn' Warum, sie blühet, weil sie blühet; sie acht't nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie siehet." Was mir den Sinn der Kunst ganz allgemein erklärte, und die monetäre Erfolglosigkeit hintan stellte...

Dienstag, 17. November 2009

Waschlappen

Öl a.Lw.-MDF-Malplatte, 13x18cm, 17.11.09, Preis auf Anfrage.
Hier das 'männliche' Pendant zum vorherigen Badekissen. Es fasziniert mich immer wieder, was für Formen und 'Gesichter' besonders ausgewrungene Waschlappen zeigen können... Die handgesiedete Pflanzenölseife *Orangentraum* ist übrigens von El Sapone!

Montag, 16. November 2009

Badekissen

Öl a. Lw.-MDF-Platte, 18x13cm, 16.11.09, RESERVIERT.
Mit Badekissen liegt sichs angenehm in der Wanne; aber noch schöner ist die malerische Ansicht dieses luftigen Herzpolsters ...

Freitag, 13. November 2009

Schlangenbeschwörer

Öl a.Lw./Kr., 40x50cm, 1980, Privatsammlung.
Zum Freitag den 13. ein älteres Gemälde, das ich nach meiner ersten Honey-Moon-Hochzeitsreise nach Indien über Land (acht Monate) malte... Ich liebe Schlangenbeschwörer und ihre Musik! Das Hin-und-Her-Wiegen der Kobras und Klapperschlangen war jedesmal ein faszinierend schauriges Erlebnis...

Mittwoch, 11. November 2009

Zebra

Kreiden auf Tonpapier, 40x30cm, 2006, Privatsammlung.

Dieses Zebra hat eine Hauptschul-Klasse zum Abschiedsgeschenk für ihre Lieblingslehrerin bestellt, die Kunstsammlerin ist, und aus einer angesehenen Künstlerfamilie stammt. Heute am 11.11.,11Uhr11 hat der Fasching begonnen! Und das Zebra ist ein schönes Symboltier für die Narrenzeit, da es sich, obwohl der Familie der Pferde angehörend, NICHT zähmen lässt... Also werde ich heuer vielleicht als Zebra durchgehen;-)

Dienstag, 10. November 2009

Schicksals-Turbine

Öl a.Lw.-Malplatte, 15x15cm, 7.-9.11.09, Preis auf Anfrage.
Darauf, dass die liebe Dichterin Rachel doch neugierig auf mein vorenthaltenes Mandala war, habe ich es nochmals etwas überholt, und es ist nun gar nicht mehr so 'daneben'. Es ist inspiriert durch ein spiralförmiges Sonnensymbol auf einem Stein in Gotland (Schweden) aus dem 5.Jhdt.; Eher lineare Motive wie dieses waren in Nordeuropa in der Bronze- und Eisenzeit sehr gebräuchlich. Dieses Mandala hat eine eigenartige doppeldeutige Wirkung durch die drei konkaven und drei konvexen 'Sicheln'. Bemerkte erst nach der dritten konvexen Sichel, dass die Wirkung wahrscheinlich abwechselnd konkav/konvex stärker gewesen wäre, oder alle konkav. Wie dem auch sei; es ist ein Symbol des Lebens und Sterbens, des 'Stirb und Werde!', des Wandels, der Bewegung, des Mondes wie der Sonne... Im Zentrum das Schlangenei, die Hagalrune, das Sechseck... Das Malen genauer Linien und Kontraste erfordert ruhige Hand, und ich halte so oft den Atem an (wie unter Wasser), und sauge mich dann wieder an mit Luft (wie eine Turbine;-), dass es schon zur yogischen Atemübung ausartet. Das ist 'Programm'-Malerei, der Gegensatz zur 'Spontan'-Malerei, wie der eilige Kobold vorhin...